„Je mehr ich auf ihr spiele, desto mehr offenbart sie von sich. Sie ist, ganz einfach, ein Instrument, das entdeckt werden will.“
Es ist mir eine große Ehre, mit Manuel Randi einen außergewöhnlichen Gitarristen und Komponisten zu meinen Referenzmusikern zählen zu dürfen. Seit über 20 Jahren begleitet er meine Arbeit als Gitarrenbauer und hat maßgeblich dazu beigetragen, den Klang meiner heutigen Instrumente zu prägen.
Manuels grenzenlose Virtuosität, sein kompositorisches Genie und seine unermüdliche Leidenschaft für die Gitarre haben die Entwicklung und den Charakter meiner Instrumente nachhaltig beeinflusst. Für seine wertvollen Anregungen und seine Unterstützung bin ich ihm zutiefst dankbar.
„Ich habe das Vergnügen, das neue Latemar-Modell von THOM ORGLER zu spielen, und bin wirklich begeistert. Als professioneller Musiker brauche ich ein Instrument, das zuverlässig, robust und leistungsfähig ist, mit einem kraftvollen akustischen Klang und einer perfekten Balance zwischen Bässen und Höhen.
Aus praktischen Gründen benötige ich außerdem eine Gitarre, die sich für ganz unterschiedliche Musikstile eignet: Fingerpicking in offenen Stimmungen, manchmal auch sehr tief und mit geringer Saitenspannung, den rhythmischen Schwung und die melodischen Linien des Gypsy Jazz, das Akkordspiel bei modernen Songs oder sogar Passagen aus dem klassischen Gitarrenrepertoire.
Das Latemar-Modell erfüllt all diese Anforderungen ohne Kompromisse.
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Ihr Klang ist kraftvoll und zugleich reich an Obertönen, mit einem nahezu endlosen Sustain, das die Musik trägt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Und genau hier geschieht das Wunder: Jeder Ton singt wie eine Sopranistin im Teatro La Fenice in Venedig – klar, ausdrucksstark und lebendig. Gleichzeitig begeistert die prägnante, perkussive Ansprache jeden Liebhaber von Django Reinhardt. Auch mehrstimmiges Spiel ist ein Genuss: Jeder einzelne Ton eines Akkords bleibt klar erkennbar, voller Charakter und vollkommen mühelos, selbst bei einem leichten Anschlag mit der rechten Hand.
Auch in ihren Details ist die Latemar eine wahre Freude. Die innovative Comfortwave ermöglicht einen mühelosen Zugang zu den hohen Bünden. Sie ist so dezent gestaltet, dass sie optisch fast verschwindet, ohne dabei Abstriche beim Klang oder der Ästhetik zu machen. Das Griffbrett ist über die gesamte Länge perfekt verarbeitet. Die Medium-Jumbo-Bünde aus Edelstahl bieten Brillanz und ein schnelles Spielgefühl. Das sorgfältig abgestimmte C-Profil des Halses liegt sowohl Spielern, die kräftigere Hälse bevorzugen, als auch jenen, die schlankere Profile gewohnt sind, angenehm in der Hand.
Die Saitenlage ist fein ausbalanciert und lässt sich an unterschiedliche Saitensätze anpassen. Jede Gitarre wird mit zwei Stegeinlagen geliefert, um die Saitenspannung nach den eigenen Vorlieben abzustimmen. Die besondere Konstruktion der Kopfplatte sorgt dafür, dass die Saiten vom Sattel nahezu geradlinig zu den Stimmmechaniken verlaufen. Dadurch wird mögliche Reibung am Sattel vermieden. Diese Lösung finde ich besonders wirkungsvoll, wenn ich während eines Konzerts zwischen verschiedenen Stimmungen wechsle.
Und dann ist da natürlich der Klang. Für mich liegt die größte Stärke dieser Gitarre im Zusammenspiel von warmer Vintage-Klangcharakteristik und moderner Klarheit. Sie reagiert auf jede noch so feine Nuance der rechten Hand: Nahe am Griffbrett entstehen runde, warme Töne, während der Anschlag in Stegnähe einen aggressiveren, perkussiveren Charakter hervorbringt – stets ausdrucksstark, niemals schrill.
Mit einem dünneren Plektrum entfaltet sie ihre Stärken beim Strumming und bei melodischen Linien. Ein kräftigeres Plektrum offenbart dagegen eine enorme, perkussive Klangfülle in den Mitten und Bässen. Und beim Spiel mit den Fingern eröffnet die Latemar eine ganze Welt an Klangfarben und Stimmen, wie ich sie nur selten in einem einzigen Instrument erlebt habe.
Trotz ihrer Vielseitigkeit besitzt die Latemar eine unverwechselbare eigene Stimme – zugleich modern und traditionell, raffiniert, kraftvoll und eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Je mehr ich auf ihr spiele, desto mehr offenbart sie von sich. Sie ist, ganz einfach, ein Instrument, das entdeckt werden will.“